Zum Ende des 20. Jahrhunderts hat sich ein Strukturwandel abgezeichnet, der Eisenhüttenstadt für andere Industreizweige öffnet und die Stadt gleichzeitig lebenswerter gestaltet. In den imposanten Gewerbegebieten des Ortes siedeln sich große internationale Unternehmen und industrielle Zulieferbetriebe an, die von einer guten Infrastruktur sowie der zentralen Lage profitieren. Bei einem Rundgang durch die Neustadt sehen Besucher jetzt viele schöne Parkanlagen, sanierte Wohngebäude und moderne Einkausfspassagen. Inmitten des Ortes wurde das Naherholungsgebiet „Insel“ angesiedelt, das u.a. mit Hallenbad, Skulpturenweg, Tiergehegen und ansprechender Gastronomie einlädt. Am Ufer des Oder-Spree-Kanals, der im Stadtgebiet in die Oder mündet, befinden sich zahlreiche Marinas und Anlegenstellten für Ausflugsschiffe. Eisenhüttenstadt ist Haltepunkt für Wasserwanderer oder Bootsführer, die über die verschiedenen Wasserstraßen bis zur Nord- oder Ostsee reisen.
Einen reizvollen Kontrast zur modernen Neustadt zeigt die historische Altstadt des mehr als 750 Jahre alten Stadtteils Fürstenberg. Vom Turm der Nikolaikirche, die um 1400 geweiht wurde, bietet sich ein fantastischer Ausblick über das malerische Diehloer Hügelland und die wald- und wasserreiche Umgebung der Stadt bis hin zum imposanten Stahlwerk, in dem auch Besucherführungen veranstaltet werden. Ein sehr beliebtes Ausflugsziel im Eisenhüttener Umland ist das Zistersienserkloster Neuzelle, das seit 1300 vollständig erhalten wurde.Eisenhüttenstadt entwickelt sich neben einem wichtigen Industriestandort auch zu einer interessanten Stadt, die mit viel beachteten Kultur- oder Kunstevents, ausgefallenen Museen und sogar einem kleinen – schneesicheren - Wintersportgebiet beeindruckt.